Wiedervernässung Schäfermoor in Ottersberg - Bestandsaufnahme und Konzepterstellung

Auftraggeber

Flecken Ottersberg

Kenndaten

Zeitraum: 2017 – 2018
Standort: Ottersberg

Projektbeschreibung

Vorrangige Zielstellung des Projektes war es, die Degeneration der Moorböden im Schäfermoor durch geeignete Wiedervernässungsmaßnahmen zu stoppen, um die wiedervernässten Bereiche (Böden mit besonderer Bedeutung) im Zuge von Bauleitplanverfahren als Kompensation für das Schutzgut Boden anrechnen zu können.

Im Rahmen der Bestandsaufnahme und der durchgeführten Bodenuntersuchungen wurden die bestehenden Verhältnisse, unterschiedlichen Ansprüche an die Wasserwirtschaft und die naturschutzfachlichen Vorgaben analysiert, um darauf aufbauend ein Vernässungskonzept zu entwickeln.

Das ausgearbeitete Maßnahmenpaket ermöglicht es, u. a. die Wasserspiegellagen auf den Kompensationsflächen durch ein Knickrohr zu steuern, ohne die Vorflut der konventionell genutzten Teilflächen zu beeinflussen.

Anhand der durchgeführten bodenkundlichen und hydrogeologischen Erkundungsbohrungen stellte sich heraus, dass es sich bei den untersuchten Böden im Schäfermoor nach Bodenkundlicher Kartieranleitung (BGR, 2005) vorwiegend nur noch um Gleyböden und nicht mehr um Moorböden handelt. Unter bestimmten Voraussetzungen (Wiedervernässung) sind nach BNatSchG auch diese Böden als Kompensation von Moorböden geeignet, da beide Bodentypen zu den Böden mit besonderer Bedeutung zählen. Jedoch wird durch die Wiedervernässung von Gleyböden das eigentliche Projektziel; die Degeneration von Moorböden zu stoppen, nicht erreicht.

Ingenieurleistungen

  • Wasserwirtschaftliches Konzept
  • Bewertung Kompensationspotenzial
  • Koordination bodenkundliche und hydrogeologische Erkundung

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