Erhöhung der Landesschutzdeiche in Bremen-Farge und Rekum

Auftraggeber

Bremischer Deichverband am rechten Weserufer

Kenndaten

Zeitraum: 2007 – 2015
Standort: Bremen-Nord

Projektbeschreibung

Die Länder Niedersachsen und Bremen haben gemeinsam im März 2007 den “Generalplan Küstenschutz Niedersachsen/Bremen – Festland -” aufgestellt. Dieser Generalplan gibt u. a. für den Bereich der Unterweser Sollhöhen für die Hochwasserschutzanlagen vor. Die Hochwasserschutzdeiche in Bremen-Nord zwischen dem Wasserweg in Bremen-Farge und der Landesgrenze zu Niedersachsen weisen demnach überwiegend ein deutliches Unterbestick auf.

Im ersten Schritt wurde ein Rahmenentwurf beauftragt, mit dem Ziel die Entwicklung von Ausbaumaßnahmen zur Herstellung eines Hochwasserschutzes entsprechend den Vorgaben des Generalplanes Küstenschutz zu entwickeln. Geplant wurden entsprechende Erhöhungen der vorhandenen Deiche im Untersuchungsraum. Stellenweise wurden Spundwände vorgesehen. Die technischen Bauwerke im Untersuchungsraum (Siele, Deichscharten und Deichquerungen) wurden an die veränderten Deichabmessungen angepasst.

Im zweiten Schritt wurden für den Bereich vom Tanklager Farge bis zur Landesgrenze die Erstellung der Planfeststellungsunterlagen einschließlich Tragwerksplanung für den Neubau des Rekumer Sieles und Landschaftspflegerischem Begleitplan beauftragt. Für den gleichen Bereich wurden anschließend die Ausführungspläne und Ausschreibungsunterlagen erstellt. Die örtliche Bauüberüberwachung war ebenfalls Bestandteil dieses Auftrages.

Im Bereich 2, Spezialtiefbau, dieser Maßnahme wurde das Rekumer Siel als Rahmendurchlass mit b/h = 1,50/1,50 m in einer Länge von 55 m Richtung Weser verlegt. Im Einlaufbereich des Sieles wurde der Durchlass zur möglichen Absperrung (doppelte Deichsicherheit) mit einem Schieber ausgerüstet. Die Steuerung der Wasserstände im Mühlenfleet erfolgt über ein ebenfalls im Einlaufbauwerk vorgesehenes zweigeteiltes Wehrschütz, sodass im Mühlenfleet Wasserstände zwischen -0,30 und +0,50 m NN stufenlos geregelt werden können.

Für Wartungsarbeiten sind Dammbalkenschlitze angeordnet. Ein Bediensteg zwischen Wehr und Dammbalkenschlitzen ermöglicht die Zugänglichkeit.

Das Auslaufbauwerk des Sieles ist mit einer Rückstauklappe ausgestattet. Zur manuellen Öffnung ist diese mit einem Seilzug und einer Umlenkrolle ausgeführt. Damit ist eine mögliche Zuwässerung in das Mühlenfleet in den Sommermonaten gewährleistet. Zur möglichen Durchführung von Wartungsarbeiten sind vor den beiden abgehenden Rohrleitungen Schieber vorhanden. Die Abdeckung des Schachtes erfolgte mit Lichtgitterrosten auf einem Stahlträgergerüst.

Zeitgleich wurde zum Ende des zweiten Schrittes die Einfahrt zum Bunker Valentin mit allen Planungsphasen ertüchtigt. Die bauliche Umsetzung erfolgte dann in einer separaten Ausschreibung mit örtlicher Bauüberwachung und SiGeKo.

Im dritten Schritt wurden für den Bereich Wasserweg bis B 74 die Erstellung der Planfeststellungsunterlagen einschließlich Tragwerksplanung für den Neubau der Fußspundwände der außen- und binnenseitigen Spundwände sowie der LBP beauftragt. Die Unterlagen wurden erarbeitet und befinden sich zurzeit im Verfahren.

Ingenieurleistungen

  • Wasserwirtschaftliche Planungen LP 1 – 8
  • Tragwerksplanung LP 1 – 6
  • Örtliche Bauüberwachung               
  • SiGeKo
  • Landschaftspflegerischer Begleitplan
  • Umsetzung A+E-Maßnahmen

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